
Das richtige Temperieren von Zugfensterglas: Die Herausforderung bei der Nutzung von Infrarotheizungen
Wer schon einmal mit Zugfensterglas zu tun hatte, kennt das Problem der plötzlichen Brüche. Das liegt meist an den Belastungen, die auf das Glas einwirken. Wenn das Glas nicht richtig geerdet wird, handelt es sich dabei um eine Art „Zeitzünder“.
Doch hier liegt das Problem: Bei diesen riesigen Glasplatten reichen die üblichen Heizlampen einfach nicht aus. Man kann schließlich kein Glas haben, das nur teilweise erhitzt ist. Es ist notwendig, dass die Temperatur über die gesamte Oberfläche gleichmäßig ist.
Deshalb bauen wir speziell angefertigte Infrarotgeräte, deren Länge über 2 Meter beträgt. Sie sind speziell für diese langen Tunnelöfen konzipiert – wo Präzision entscheidend ist.
Die Herausforderung durch die Länge
Die meisten Infrarotlampen erreichen nach einer bestimmten Länge ihre Grenzen. Warum? Weil die Filamente dann nachgeben und die Spannung abnimmt. Das ist ein physikalisches Problem.
Um diese 2-Meter-Marke zu überwinden, achten wir penibel auf die Art derwicklung der Filamente sowie auf die Dicke des Quarztubus. Wir stellen sicher, dass die Geräte die Hitze aushalten können, ohne zu verformen.
Außerdem setzen wir die Geräte in einer kontinuierlichen Anordnung ein. Das ist der Schlüssel zum Erfolg – so entstehen keine kalten Stellen mehr. Wenn die Temperatur im Zentrum des Glases auch nur für einen Moment sinkt, ist der gesamte Prozess ruiniert.
Die Details
Wir investieren viel Zeit in die Optimierung des Verhältnisses zwischen Leistung pro Zentimeter. Es handelt sich dabei um ein Balanceakt – man möchte schließlich nicht, dass die Enden der Lampen verbrennen, während die Mitte kaum erwärmt wird.
Außerdem muss man auf die Abnutzung achten. Tunnelöfen sind extrem belastend – ständiges Erhitzen und Abkühlen führt dazu, dass alles sich dehnt und zusammenzieht. Wir verwenden daher robuste Anschlüsse, damit die Kabel nicht nach ein paar Monaten kaputtgehen.
Hinweise zur Stromversorgung
Wenn man mehrere 2-Meter-Geräte verwendet, wird viel Strom benötigt. Überprüfen Sie unbedingt Ihre Stromversorgung und die Kabel. Man möchte schließlich nicht, dass die Schalter mitten im Betrieb ausfallen.
Erfolgreiches Einsatz in Tunneln
In typischen Produktionslinien für Zugfenster bewegt sich das Glas langsam durch den Ofen. Unsere Anordnung sorgt dafür, dass das Glas überall gleichmäßig erhitzt wird – egal, wo es sich im Tunnel befindet.
Je nachdem, was man erreichen will – tiefe Erwärmung oder nur eine oberflächliche Erwärmung – kann man die Beschichtung der Emittoren anpassen, um das Wellenlängenbereich zu verändern.
Eine Warnung: Wenn man die Hitzeintensität erhöht, muss man sicherstellen, dass die Kühlventilatoren die reflektierte Hitze bewältigen können. Andernfalls werden die Sensoren beschädigt.