
Warum kurzwelliges Infrarotstrahlung die beste Lösung für das Online-Aufweichen von Glas ist
In einer Glashütte ist es das Letzte, was man möchte: Die Produktion anzuhalten. Das wäre ein Albtraum. Sobald das Glas hergestellt wurde, muss es auf die richtige Temperatur gebracht werden – und das muss sofort geschehen. Man kann schließlich kein riesiges Stück Fläche für einen riesigen Ofen freimachen.
Daher kommen kurzwellige Quarz-Infrarotlampen ins Spiel.
Warum sie besser sind
Kurzwelliges Infrarot arbeitet mit höheren Frequenzen und kürzeren Wellenlängen als mittel- oder langwelliges Infrarot. Einfach ausgedrückt: Die Energie dringt tiefer in das Glas ein – und zwar viel schneller.
Wir verwenden Quarzkörper, weil sie den starken Temperaturschwankungen standhalten können. Sie vertragen den Übergang von Kälte zu extremer Hitze, ohne zu zerbrechen. Sobald der Schalter umgelegt wird, arbeiten diese Lampen bereits nach wenigen Sekunden mit voller Leistung. Man muss nicht warten, bis sich die Heizelemente langsam aufwärmen. Die Energie gelangt direkt in die Moleküle des Glases – es ist fast sofort möglich.
Umgang mit der Wärme
Um die Produktion am Laufen zu halten, braucht man eine hohe Leistung. Wir verwenden Hochleistungs-Quartzröhren, damit die Temperatur über die gesamte Breite des Glases gleichmäßig bleibt – ohne kalte Stellen.
Man kann diese Lampen mit zonalen Steuergeräten verbinden, damit man die Temperatur flexibel steuern kann. Doch Vorsicht: All diese Energie erzeugt viel Wärme. Wenn man auf die Kühlfans verzichtet oder die Belüftung falsch einstellt, können die Kabel beschädigt werden. Vergessen Sie die Fans nicht!
Praktische Anwendung in der Praxis
Niemand möchte vier Stunden damit verbringen, die Verkabelung neu zu organisieren, nur weil eine Lampe ausgefallen ist. Deshalb verwenden wir standardisierte Anschlüsse. Wenn eine Lampe ausfällt, kann man sie einfach in wenigen Minuten austauschen und weiterarbeiten.
Indem man diese Lampen in einer Reihe anordnet, entsteht im Grunde ein „thermischer Tunnel“. Für viele Betriebe bedeutet das, dass man auf diese riesigen, unhandlichen Öfen verzichten kann und den Aufweichvorgang direkt in den Produktionsprozess integrieren kann.
Das Glas bleibt in Bewegung. Die inneren Spannungen bleiben ausgeglichen. Und die Produktion läuft weiterhin reibungslos.